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Über mich

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1956 Geboren in Gießen

Hier bin ich geboren, aufgewachsen und habe die meiste Zeit meines Lebens verbracht. Hier bin ich zu Hause.

Gießen, eine uralte Universitätsstadt in Mittelhessen, ist heute die im Altersdurchschnitt jüngste Stadt in Hessen. Es gibt hier aber auch drei große „soziale Brennpunkte“. Siedlungen, in denen sich die Probleme häufen. In meiner Jugend habe ich in einer dieser Brennpunktsiedlungen Nachhilfe für benachteiligte Jugendliche gegeben.

Auf dem Höhepunkt der Fluchtbewegungen 2015 waren nicht wie andernorts 1 Prozent, sondern 10 Prozent geflüchtete Menschen in der 80.000 Einwohner zählenden Stadt untergebracht. Eine Stadt, die immer offene Tore hatte, keine Pegida kennt und die Neonazis verwiesen hat. Eine Stadt, in der Armut nie eine Schande war, in der aber von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten alles versucht wurde, sie zu beseitigen.

Mein Europa ist eine Gemeinschaft, in der wir uns gegenseitig stärker machen.

Foto: Demonstrierende Arbeiter und Studenten in Prag 1968

Nach 1968

Meine Europabegeisterung ist in jungen Jahren gewachsen. Die „68er“, das war die Generation vor uns. Aber das, was wir als Schülerinnen und Schüler sowie Studierende inhaliert haben, war der Geist der anti-autoritären Bewegung. Die Obrigkeit, der Staat, der Lehrer oder der Professor: Sie haben nicht automatisch recht. Wenn Unrecht zu Recht wird, haben sie ihre Autorität verwirkt.

Das traf sich mit meiner persönlichen Glaubensüberzeugung. Ich bin lutherischer Protestant und als radikaler Christ europäischer Sozialist geworden.

Foto: Udo Bullmann in den 1990er Jahren
privat

In den 80er Jahren: Vokuhila at its best...

Werte über Grenzen hinweg leben

Meine erste frühe Begegnung damit war die Besetzung der reformkommunistischen Tschechoslowakei Alexander Dubçeks durch Moskau und die Staaten des Warschauer Pakts. Mutige Menschen, die sich im Prager Frühling 1968 gegen Panzer stellen. Bilder, die sich danach wiederholen sollten: in der portugiesischen Nelkenrevolution, in der Überwindung des Franco-Regimes in Spanien, später im Danzig der Solidarnosz.

Das Pflänzchen Hoffnung, das allerorten wuchs, kam aus der gleichen Wurzel. Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität vertragen es nicht, im Korsett nationalistischer Borniertheit und Machtbesessenheit eingesperrt zu werden. Sie brauchen Luft zum Atmen. Sie sind europäische Werte, sie sind international.

Foto: August 1968, Tschechoslowakei, Prag: Protestierer umringen in der Innenstadt sowjetische Panzer und stehen mit einer Fahne der Tschechoslowakei auf einem umgekippten Militärfahrzeug.
dpa

August 1968, Tschechoslowakei, Prag: Ein Hauch von Freiheit und Aufbruch lag damals in der Luft. Doch am Ende rollten sowjetische Panzer.

Mein Europa ist ein Europa für die Menschen. Für faire Arbeitsbedingungen, gute Löhne und eine gesunde Umwelt.

Foto: Eine Juso-Fahne wird geschwenkt

Die Jusos haben mich geprägt

Am meisten lernst Du, wenn Du Verantwortung hast. In meinen Jahren als Juso-Landesvorsitzender in Hessen haben wir mit einem großartigen Wahlkampf die SPD in Hessen wieder an die Regierung gebracht. Die hessischen Jusos hatten wesentliche Forderungen ins Regierungsprogramm der SPD eingebracht. Ein Schwerpunkt: der landesweite Aufbau von Angeboten, um arbeitslose Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Verabredet war ein ehrgeiziges Programm.


Beim Parteitag gab es Widerstand. Ein Einstieg wurde zugestanden, aber klein und bescheiden. Mir persönlich wurde nahegelegt, nicht zu reden. Das ging mir durch und durch.

Ich entschied mich, zu reden. Wir holten die Mehrheit und konnten für unzählige Menschen neue Arbeit schaffen. Diese Erfahrung, dass Du gewinnen kannst und Deine Ziele verwirklichen kannst, wenn Du zu Deiner Überzeugung stehst, hat mich nie mehr verlassen.

Mein Europa ist Innovations-Weltmeister. Digitalisierung und Klimatechnologie kommen allen Menschen zu Gute.

Foto: Studentinen gehen über den Campus der Universität Gießen

Politikwissenschaft ist mein Beruf

Mein Beruf ist nicht, Abgeordneter zu sein. Das ist man auf Zeit, so lange die Wählerinnen und Wähler es wollen. Gelernt habe ich Politikwissenschaft. In diesem Fach habe ich 16 Jahre lang an der Universität gearbeitet, Studierende ausgebildet, geforscht, publiziert, stets mit internationalem Ansatz. Zuletzt war ich als Jean-Monnet-Professor tätig, als jemand der nur noch europäische Forschung und Lehre betreibt.

Es war immer schon ein Leben an verschiedenen Orten, das Aufsaugen unterschiedlicher kultureller Traditionen, die Faszination der Vielfalt in Frieden. Zunächst in meinem Beruf, später als europäischer Parlamentarier.

Mein Europa bekämpft Steuerbetrug und legt Steuersümpfe trocken. Die Steuerflucht der Superreichen und Multis verursacht Milliardenschäden. Dieser Skandal gehört beendet.

Foto: Udo Bullmann im Europäischen Parlament, 1999

1999 Der Weg ins Europäische Parlament

Nach vielen Jahren ehrenamtlicher Arbeit in meiner Partei, der SPD, kandidierte ich für das Europäische Parlament Wenn Du in und für Europa arbeitest, ist jeder Tag voller Spannung, bringt etwas Neues.

Mich schmerzt, wenn das Wort „Brüssel“ immer nur als Synonym für Bürokratie herhalten muss. Brüssel – und Straßburg: Dort kommt Europa zusammen, auch und gerade menschlich. Und ich habe mich immer dagegen gestemmt, sich vereinnahmen zu lassen von bürokratischen Abläufen und formalisierten Sitzungsrhythmen. Spontan zu bleiben, menschlich zu sein: Auch das müssen Europaparlamentarier als Teil ihrer Aufgabe verstehen – und ich kämpfe dafür, weil ich so bin und bleibe.

Foto: Udo Bullmann im Europäischen Parlament in Brüssel, 1999
Communautés européennes 1999

1999 im Europäischen Parlament in Brüssel.

Mein Europa ist ein einzigartiges Friedenswerk, für das es sich jeden Tag zu kämpfen lohnt. Europa ist, was wir draus machen.

Foto: Udo Bullmann spricht im Plenum des Europäischen Parlaments

2018 Fraktionsvorsitzender

Seit Jahrzehnten war es nicht so wichtig, die Werte Europas zu verteidigen und zu stärken. Seit ich die Fraktion der Sozialdemokraten und Progressiven im Europaparlament führe, wird mir das von Tag zu Tag deutlich. Bei Terminen überall auf dem Kontinent, aber genauso im Parlament selbst. Zu erleben, wie zum Beispiel die Regierungen in Ungarn und Österreich inzwischen ihre Gesellschaften polarisieren – in denselben Ländern, in denen mutige Konservative 1989 mit dem Abbau der Grenzbefestigungen den finalen Anstoß für unser offenes Europa gegeben hatten: Das tut weh und es fordert heraus.

Die S&D-Fraktion steht für alle, die einst die Grenzen überwunden haben und jetzt keine neuen haben wollen. Die Fraktion steht für die Verteidigung unserer offenen Kulturgesellschaft, die Unterschiede nicht nur zulässt, sondern sie selbstbewusst lebt und in dieser Vielfalt die Stärke Europas sieht.

Foto: Udo Bullmann und Jeremy Corbyn
privat

Mit Labour-Chef Jeremy Corbyn.

Foto: Udo Bullmann spricht bei der Europadelegiertenkonferenz der SPD

2019 Leidenschaftlich für unser Europa

Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit– das sind Europas Werte. Wir müssen sie verteidigen und ausbauen. Deshalb kämpfe ich gegen die Rückkehr zu Egoismus und Nationalismus, für ein starkes Europa.

Denn ich bin überzeugt: Die europäische Idee ist die Antwort auf die großen Fragen von heute und morgen. Nur gemeinsam schaffen wir ein Europa für alle, für faire Regeln und starke Arbeitnehmerrechte. Nur gemeinsam sichern wir den Frieden, gewinnen den Kampf gegen den Klimawandel und für den Schutz unserer Umwelt.

Das soziale Europa. Stark und erfolgreich. Dafür werbe ich, dafür trete ich an – gemeinsam mit Katarina Barley an der Spitze der SPD-Liste zur Europawahl.

Foto: Udo Bullmann, Katarina Barley und Frans Timmermans
privat

Das soziale Europa. Dafür werbe ich – gemeinsam mit Katarina Barley und mit Frans Timmermans, Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten.

Ich lade Sie herzlich ein, mit mir über Ihre Ideen zu sprechen und Europa gemeinsam zu gestalten.